Zusammen mit Herrn Westphal und Frau Riedner sind wir in der letzten Sommerferienwoche nach Amerika geflogen.
Nachdem wir in Boston gelandet waren, hatten wir drei Tage Zeit, um uns die Stadt anzuschauen und uns ein wenig an die amerikanische Luft zu gewöhnen. Für unsere Zeit in Boston hatten wir uns in einem Hostel in Chinatown einquartiert.
In den drei Tagen in Boston hatten wir ein strammes, aber sehr variables Programm. Neben der Freedom-Trail-Tour, bei der wir eine private Führung bekommen haben und viel über die amerikanische Geschichte lernen konnten, haben wir auch zwei sehr interessante Führungen durch die Eliteuniversitäten Harvard und MIT (Massachusetts Institute of Technology) bekommen.
Einen genaueren Einblick in die Kolonialgeschichte haben wir im Plimoth-Plantation-Museum bekommen, in dem Schauspieler*innen in einem nachgebauten Dorf das Leben der ersten amerikanischen Siedler nachstellen, was uns das Gefühl gab, wirklich Geschichte mitzuerleben.
In unserer Freizeit durften wir dann in kleinen Gruppen alleine durch Boston laufen und nebenbei erste Erfahrungen mit amerikanischem Fastfood machen. Unser Favorit war dabei eindeutig Chipotle. Das ist eine Tex-Mex-Fastfoodkette, bei der du dir einen Wrap oder eine Bowl mit einer großen Auswahl an Zutaten nach deinen eigenen Vorlieben zusammenstellen kannst. Abends im Hostel haben wir dann meistens noch alle zusammen ein paar Runden Billard gespielt, wodurch man sich auch noch einmal besser kennengelernt hat.
Nach drei einprägsamen Tagen in Boston ging es mit dem Zug weiter nach New York, wo wir vier Tage in einem Hostel direkt am Central Park untergebracht waren. Die nächsten Tage hatten wir auch wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm: Wir waren auf dem One World Trade Center und hatten einen tollen Blick über New York. Außerdem haben wir uns mit einem weniger schönen, aber wichtigen Thema auseinandergesetzt, nämlich dem 11. September. Wir besuchten ein Museum, das über dieses Thema berichtet und über die Geschehnisse des Anschlags informiert.
Unser persönliches Highlight in New York war eine Führung durch die Bronx. Eine sehr nette Dame, die in der Bronx aufgewachsen ist und immer noch dort lebt, hat uns eine tolle und sehr informative Führung gegeben. Sie hat uns die Probleme der Bronx aufgezeigt, wie beispielsweise eine hohe Arbeitslosenquote und viel Armut, aber auch über die vielen Vorurteile gegenüber dem Viertel gesprochen. So wird oft sehr abfällig und schlecht über die Bronx gesprochen, und es werden viele Vorurteile verbreitet, die schlichtweg nicht stimmen, was es für die dort lebenden Menschen nicht unbedingt einfacher macht.
Ein weiteres Highlight war die Hip-Hop-Tour mit „Tuffy“, einem sehr lebensfrohen Hip-Hop-Liebhaber, der sich voll und ganz dieser Musik verschrieben hat. Wir hatten zu Anfang einen kurzen Breakdance-Kurs und haben uns anschließend wichtige Orte aus der Geschichte des Hip-Hops angeschaut – und das alles zusammen mit „Tuffy“, der sehr viele coole Geschichten dazu erzählen konnte.
Außerdem haben wir die Freiheitsstatue bei Sonnenuntergang gesehen, das Museum für moderne Kunst „MoMA“ besichtigt und abends den Times Square besucht.
Ohne die vielen gesammelten Eindrücke verarbeitet zu haben, saßen wir schon im Zug auf dem Weg zur letzten und wichtigsten Station unserer Reise, der Hauptstadt Washington, D.C.
In Washington wurden wir am Bahnhof von unseren Gastschülerinnen empfangen. Wir verbrachten die letzten zehn Tage unseres Aufenthalts in den USA in Gastfamilien und durften das Alltagsleben amerikanischer Schüler*innen kennenlernen. Wir besuchten mit unseren Austauschpartnerinnen die Thomas Jefferson High School for Science and Technology und dort jeweils den Unterricht unserer Austauschpartner*innen. Die Schule ging jeden Tag bis 16 Uhr. Nach dem Unterricht ging es – oft in den typischen gelb-schwarzen amerikanischen Schulbussen – zurück in die Gastfamilien, und oft hatten diese sich noch Aktivitäten für uns überlegt.
An einem Abend gab es eine kleine Gartenparty bei einer Familie, um sich untereinander und auch die anderen Amerikaner*innen noch besser kennenzulernen.
An zwei weiteren Tagen waren wir nicht in der Schule, sondern fuhren mit der Metro nach Washington und besichtigten das Kapitol und das „National Museum of African American History and Culture“.
Am zweiten Tag durften wir in kleinen Gruppen ein zuvor von uns ausgewähltes Museum auf der National Mall besuchen (entlang der National Mall liegen elf Museen der Smithsonian Institution; der Eintritt ist kostenlos, teils braucht man aber ein Zeitfenster-Ticket).
Im Zuge der Feierlichkeiten rund um das Homecoming Game und den anschließenden Ball feuerten wir die Footballmannschaft der Highschool und ihre Cheerleader gemeinsam mit den anderen Schüler*innen und Eltern an. Dies bildete den gebührenden Abschluss einer wunderschönen und prägenden Zeit.
Wir alle sind sehr dankbar dafür, das alles erlebt haben zu dürfen, und deswegen noch einmal ein großes Danke an Herrn Westphal und Frau Riedner, dass sie uns diese unglaubliche Zeit ermöglicht haben.
Wir freuen uns nun auf den Juni, wenn uns unsere amerikanischen Partner*innen am Klenze besuchen kommen!
(Text: Leo Hierl, Oskar Kreickmann und Elina Wiechers)





